Weiterbildung für Anleiter*innen / Einweiser*innen

21. November 2019 | von Tom
Neues

Hintergrundfoto: Alexandra Graul

Im Rahmen des Vernetzungstreffens Offener Werkstätten 2019 in Kassel wurde zum ersten Mal in größerer Runde zur Idee beraten, ein VOW-eigenes Weiterbildungsprogramm für Einweiser*innen und Anleiter*innen zu entwickeln und zu erproben.

Ergebnisse dieser sehr fruchtbaren, ersten Runde:

Verschiedenste Aspekte wurden sachkundig und engagiert diskutiert. Von der Sinnhaftigkeit und Zugänglichkeit bestehender Angebote, Ressourcen und Kooperationspotentialen (Beispielsweise BGHM-Seminare, die Seminare der VBG oder Ressourcen, die im Internet zu finden sind), bis hin zu konkreten Ausgestaltungsmöglichkeiten der Weiterbildung(en) und Materialien.

Tendenziell schien die technisch-praktische Seite der Handhabung von Maschinen und Werkzeugen kein Wissensproblem in der Sphäre der Offenen Werkstätten zu sein. Die  didaktischen Fähgkeiten aber, Einweisungen/Kurse und Beratungen so zu gestalten, dass daraus Empowerment zur eigenmächtigen und selbstbestimmten Erschließung von  Werkstatt-Ausstattungen durch Laien und Amateur*innen erwächst hingegen schon eher. Verbindliche Standards und geeignete Handreichungen, sowie gegenseitige Weiterbildungsformate zu deren Erreichung herauszuarbeiten, kristallisierte sich als erstrebenswertes Ziel heraus. Statt auf andere Anbieter zu warten, die die Belange Offener Werkstätten berücksichtigen und kommerzielle Angebote entwickeln, lieber selber geeignete Strukturen und Inhalte aufbauen (Zitat Wanda Leute: "Wir (der VOW e.V.) sind ja schon groß")

Beschlossen wurde zunächst eine Bestandsaufnahme durchzuführen: Für welche Maschinen/Werkzeuge/Gerätschaften werden Einweisungen und Kurse in Offenen Werkstätten wie durchgeführt und wie dokumentiert? Welche Materialien werden hierfür genutzt oder wurden dazu erstellt? Beschlossen wurde außerdem eine Befragung zu konzipieren, die die verschiedenen Formen gängiger Einweisungspraxis erhebt. Vor- und Nachteile sollen dadurch sichtbar werden und insbesondere auch die Leerstellen und Bedürfnisse, die in den lokalen Werkstätten identifziert werden. Außerdem soll eine Recherche zusammentragen, welche Materialien, Hilfmittel und Ressourcen es für welche Gewerke, Anwendungen und sonstige werkstattrelevante Belange bereits gibt.

Eine Mailingliste wurde eingerichtet, in der sich am Projekt aktiv Beteiligte austauschen können.

Wer interessante Ressourcen, Links und anderes Beitragen möchte, schreibe bitte an: tom.hansing@anstiftung.de