Rückblick: SätzchenKnick auf der Raumkonferenz

08. Juli 2019 | von Marga | Dresden
Neues

Am 19. Juni 2019 fuhren Chris Weiß, Aaron Schlieh und Marga Leuthe vom Quellkollektiv/ Institut für Angewandte Heterotopie zur Raumkonferenz nach Dresden. Dort leiteten sie im Rosenwerk eine kreative Schreibwerkstatt an. Vor der Veranstaltung gab es mit VOW-Vorstand Bettina Weber eine Gruppenführung durch die Offene Werkstatt, deren 1500 qm in verschieden Teilen des Rosenwerkes verortet sind, mit Siebdruckwerkstatt, Fablab, Holzwerkstatt und Nähwerk.

Kreative Schreibwerkstatt im Programm der Raumkonferenz Dresden: Der Titel lautete: “SätzchenKnick: Stadtentwicklung - Schritt für Schritt” und ging von 14 - 17 Uhr. Teilnehmende waren die B-Side Münster und einige Einzelpersonen, insgesamt 7 Menschen. Zuerst machten wir eine kurze Vorstellungsrunde, wir Anleiter stellten das Quellkollektiv und das Institut für Angewandte Heterotopie ausführlich vor. Und gingen dann auf unser Workshopthema ein. Da nicht alle Teilnehmenden wussten, was “MännchenKnick” ist, von dem “SätzchenKnick” abgeleitet wurde, schauten wir das Erklärvideo von Stephanie Walter an und zeichneten als Einstieg eine Runde MännchenKnick. Denn die Methode wird auf SätzchenKnick übertragen. Um einen Runden Text zu bekommen, grenzten wir das Thema auf Zukunftsschutzgebiete ein. So spielten wir eine Runde SätzchenKnick. Anschließend wurden die entstandenen Texte in der Gruppe vorgetragen. Die zweite Runde, wieder mit dem gleichen Thema, verfeinerten wir um die Reimform. Auch diese wurden zum Abschluss in der Gruppe geteilt.

Und das klingt dann z.B. so:

Ein Zukunftsschutzgebiet das will
ganz ähnlich wie Jahn Stuart will
nützlichkeit zu sichern, den Raum lobend
Doch wollen wir das ganz langsam und schonend.
Es gibt nämlich einen Zwang
Gut Ding dauert oftmals lang
die Menge schreit tobend,
Zukunft wird verschoben
Doch halt!
Wir sind doch alle noch gar nicht Alt.
Lasst uns jetzt beginnen.
Und sie bauen wie von Sinnen!
Tüdelu Tüdelda singen
wir auf unseren Freiflächen
und niemand kann uns das Herz zerbrechen.
Wir hissen die Fahne
ganz ohne gelaber,
im Strahle der Sahne,
aus durchscheinenden Nager.
So segeln wir munter
und gehen nicht unter.
Treiben voran,
selbst durch den höchsten Wellengang.
Leben das Leben zusammen viel bunter.
Und lassen uns fesseln von seinem Bann
Und Treiben voran, und munter
betrachten wir die Sonne bei ihrem Weg runter.
Und so wie die Sonne uns lacht
Beschwören wir die glücklichen Zufälle
Als Pionierinnen verehren wir die unendliche Acht,
Und schreiten mutig über die nächste Schwelle.