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FabX Konferenz - Education, Vielfalt & Offeneheit?

07. November 2023 | von Maik
Neues

Bhutan ist „believe“ (nicht unbedingt immer Happy)

Am 24. Juli ging dann die eigentliche Konferenz an den Start. (Link Programm:) Mit dabei: gut 350 Internationale Teilnehmerinnen und in etwa die gleiche Anzahl lokaler Studies, Lehrer und Maker.

Der Ort des Geschehens:

Das „Super FabLab“ von Innen

Von Außen:

Bhutan is not a happy Country – sagt der Außenminister direkt und gerade raus zur Begrüßung. 

Weiter benannt wurden die Baustellen: Abwanderung, Unterernährung, Probleme bei der Infrastruktur (Landslides ähm Erdrutsche), wenig Nachwuchs z.B. in der Landwirtschaft. Zu wenige Lehrer …

Vieles kommt dem Durchschnittseuropäer bekannt vor. Und da dachte man doch eigentlich auf einem anderen Fleck dieses kleinen blauen Balls sehe die Welt anders aus. Pustekuchen. Irgendwie. :o

Aber auch das ist ja eine spannende Erkenntnis.

 

Ausbildung

Ein großes Thema war Ausbildung – hier ein paar Zitate und spannende Punkte die man einfach mal so aufnehmen kann.

Interessant war die Weltweit verteilte Kritik am aktuellen Lernstil. (Praxisfern, Zuviel Theorie, etc. pp.) Außerdem existiere ein Bild vom „Allwissenden Lehrer“ – was ja so nicht stimmt und auch nicht sein kann - man solle hier allen Beteiligten klarer machen, dass ein Lehrer eher eine Reisebegleitung ist. Das muss aber wohl allen Beteiligten (weltweit) nochmal besser unterbreitet werden….

Weitere Punkte: Silo Lernen, immer und überall getrennte Fächer, z.B. Chemie und Physik – statt zusammen. Es sei „ein Alptraum“.
Außerdem: die neuen Lehrer kommen oft begeistert in die Schulen und dann… diese Energie würde viel zu selten aufgenommen. Weltweit scheint es einen Mangel an der Anerkennung der Lehrer bzw. Lehrtätigkeit an sich zu geben…. und dann will keiner mehr Lehrer werden.

Ein interessanter Satz eines Vertreters der Royal Bhutan Academy war: Schule und Education sind zu unterscheiden. Man sollte eher lernen „how to learn to make good choices in your life”.

Eine von vielen (offenen) Fragen: Welche Effekte hat Digital?

 

Von einer Vertreterin aus China kam der Hinweis: Digitale Education ist sehr oft „not inklusive“. Farbblindheit etc. sorgen ganz schnell für unüberwindbare Barrieren und Ausschlüsse bei der Arbeit mit digitalen Tools.

Ein cooles Beispiel aus den USA sei an dieser Stelle noch genannt: Dort bekommen

 

School & Kids:

Ein Teil der Workshops drehte sich um Lernen und Lernwelten (Programm: Schwerpunkttag). Das Metaversum ist auch in Bhutan schon angekommen https://innotech.dhi.bt/news-and-updates?news=109. Umgesetzt mit https://www.smoblerstudios.com/.

Auch interessant, wie man in Indien Kurse mit Kids & Make Learning aufbaut und den Nachwuchs dann auch im Projekt bei Laune hält.

Nochmal Indien – Dort hat man mit, für? seine ATL eine sehr umfangreiche Materialsammlung aufgebaut. Danke an Arundhati Jadhav (im Bild Links vorn) für den spannenden Input und diesen Link: https://aim.gov.in/atl.php

Da gibt es komplette Kursunterlagen und Projektideen von 3D-Druck über Elektronik, Übersichten zu möglicher Software etc. Ein Beispiel für solche fertigen Kursunterlagen: https://aim.gov.in/pdf/Level-1.pdf

 

Weitere Themen waren, der Weltweite Auftritt der 2500 FabLabs auf der Plattform - Update ausstehend: https://fablabs.io/ )

Teilnehmer vom Workshop

Beiträge mit Plastic Recycling (Foto), Robotics oder digitale „Voxels“ (Foto) (Making architected materials in the fablab Link), Sustainable Villages (Link)

Alles Offen?

Auch ich hatte einen kleinen Workshop: https://fab23.fabevent.org/programs/schedule?day=2023-07-28

Ein Thema was uns im Verbund Offener Werkstätten schon immer umtreibt ist: Was heisst bzw. bedeutet „Offen“ eigentlich? Nur weil die Türe offen steht ist man ja noch keine Offene Werkstatt… nur weil es open Source ist kann man es nicht gleich sinnvoll nutzen und was zählt (eventuell) noch alles zu „offen“? https://fab23.fabevent.org/programs/schedule?day=2023-07-28&event=79c05207-4505-40a1-8ad2-5bd35a0f0783

Das wollte ich diskutieren und mit (Nicht-)Europäern mal beleuchten. Erkenntnis No.1: Technik interessiert die Leute mehr, Erkenntnis No.2: Der letzte Konferenztag ist doof. Erkenntnis No.3: Überall ähnliche Probleme. Auch in Ländern wo viele Frauen technische Fächer lernen oder studieren sind meist nur männliche Maker in FabLabs, Makerspaces und Werkstätten unterwegs. #och nö :o Es gab noch andere Baustellen - aber dieses Thema stellte sich zumindest im Workshop als eines der drängendsten Themen heraus.

Wie man das ändern kann? Weibliche Vorbilder, vor Ort! Frauen als Kursleiterinnen und Anleiterinnen.

In dem Rahmen wurden auch diese Projekte als gute Quellen bzw. Einstiegsoptionen genannt:

Shemakes Open toolkit - https://fabricademy.fabcloud.io/shemakes/handbook/

She Codes https://www.shecodes.io/ , oder Maker her Space (http://makeherspace.org/) sollte man in diesem Zusammenhang im Blick behalten, das ist aber noch im Aufbau.

Kleine internationale Workshop Runde.

 

Ausblick & Projekte

 

Und nu? Wir wollen mit dem TTTRC Fablab und der sächsischen PP Community Precious Plastic nach Bhutan bringen. Der Know How Transfer ist schon in Planung – wir suchen noch passende Fördertöpfe.

...und wer mal krasse Cardboard Designs bauen möchte:

Figura aus Pappe ...Ist ein eine Kuh oder ein Whaal?

Bild  Dome/Whaal?

Dem sei ein (Software) Tipp von den Leuten vom Singapore Fablab ans Herz gelegt:

Pepakura Designer (€) oder Papercraft-maker.com (Online, free Starter account verfügbar)

 

Der Workshop  https://fab23.fabevent.org/programs/schedule?day=2023-07-25&event=d5f0386d-476f-4bac-b3af-5a32f7002952 dafür war so angekündigt:

“Like the old saying, it's NOT what we build, it's who we build it with. Come join us and create an unforgetable memory together.”

Dem ist nix mehr hinzuzufügen. Außer eventuell noch mehr Fotos ;)