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Die Welt reparieren

Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis

Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht. Dabei entstehen faszinierende neue Formen des gemeinsamen Produzierens, Reparierens und Tauschens von Dingen, die die industrielle Logik des 20. Jahrhunderts herausfordern und sogar auf den Kopf stellen.

Das Buch widmet sich der visionären Kraft dieser vielversprechenden innovativen Praxis und bietet zugleich eine gesellschaftliche Einordnung der neuen »Labore« gesellschaftlicher Transformation.

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Wertschöpfung in Offenen Werkstätten

Eine empirische Erhebung kollaborativer Praktiken in Deutschland

Die vorliegende Studie rekonstruiert die sozialen, materiellen und ökonomischen Wirkungsprozesse in offenen Werkstätten in Deutschland auf Grundlage einer Befragung im Sommer 2015. Die starke Dynamik des Phänomens zeigt sich unter anderem daran, dass die meisten Antwortenden der offenen Werkstatt zwischen 2013 und 2015 beigetreten sind. Über die Hälfte hat ihre Werkstatt selbst mitbegründet. Die persönliche Motivation der Aktiven liegt weniger im ökonomischen Bereich als vielmehr in der Vermittlung von Wissen, dem praktischen Arbeiten und in einer gesellschaftlichen Transformation. Gemeinschaftsorientierung – nicht das materielle Endergebnis oder die Herstellung eines Gegenstandes – ist der Hauptgrund für das Engagement. Das Erproben neuer sozialer Wege des Lernens, der Wissensvermittlung und des Zusammenarbeitens stehen im Mittelpunkt alltäglicher Praktiken in offenen Werkstätten.

Die Publikation ist im Rahmen des Forschungsprojekt Cowerk entstanden, in dem der Verbund Offener Werkstätten e.V. Praxispartner ist.

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Offene Werkstätten - nachhaltig innovativ?

Potenziale gemeinsamen Arbeitens und Produzierens in der gesellschaftlichen Transformation

Ziel der Studie ist es, das Phänomen „offener Werkstätten“ näher zu beschreiben und es im Kontext breiterer gesellschaftlicher Transformationsprozesse einzuordnen. Die Studie unternimmt eine Begriffsklärung und macht eine erste Bestandsaufnahme: Welche Typen von offenen Werkstätten gibt es? Wer sind die Stakeholder und was treibt sie an?

Die Publikation ist im Rahmen des forschungsprojekts Cowerk entstanden, in dem der Verbund Offener Werkstätten e.V. Praxispartner ist.

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Upcycling:Nützliches aus Abfall

Mit freundlicher Genehmigung des Heise Zeitschriftenverlages

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Von Grasmöbeln, 1-€-Jobs und Anderem

workstation ideenwerkstatt berlin (Hg.)
Von Grasmöbeln, 1-€-Jobs und Anderem
- ein Portrait der workstation ideenwerkstatt berlin ISBN 978-3-940865-41-0 I 2012 I
240 Seiten I 16,00 €

Die workstation ist in der Projektelandschaft der Offenen Werkstätten und des Urban Gardening eine frühe Pionierin. Recycling, vielmehr Upcycling, hatten die GründerInnen von Anfang an im Programm. Und bevor der rege Kauf und Tausch losging, war bereits das erste Berliner Projektelastenfahrrad eigenhändig gebaut, damit die Materialien auch umweltfreundlich abtransportiert werden konnten. Die workstation mischte ebenfalls beim ersten Berliner Stadtpark im BürgerInnen-Park - die Laskerwiese - mit und pflanzte Sitzmöbel im Mauerpark, zwecks »Naturerweiterung, Thematisierung der Bebauungsproblematik, Partizipation«. Und Rosa Rose, berühmter zwangsgeräumter Friedrichshainer Gemeinschaftsgarten, steht auch eng mit der workstation in Verbindung… Die workstation ist ein Möglichkeitsraum der besonderen Art. Hier soll/kann mensch alles Mögliche selber machen, vor allem aber sich seine eigenen Gedanken. Es geht um den neuen, den eigenen Heim: Wie man eigentlich leben und arbeiten will...
Andrea Baier über die workstation in dieser Publikation.

workstation-verbund Offener Werkstätten

 

INHALT


warum!
22 workstation, was ist das eigentlich? Wanda Workstation
24 Es lag in der Luft Antje Grabenhorst
27 WochenKlausur Pascale Jeannée
30 Entstehungsgeschichte der Workstation Pascale Jeannée
37 Keine Erwerbsarbeit für alle Frauke Hehl
42 workstation ein weites Feld Frauke Hehl, Antonia Schui & Rebekka Sichler DARUM ?
55 Allmende macht glücklich... Weitersagen! Dörte Martens, Kerstin Stelmacher & die Wilde 13
78 Bedingungloses Grundeinkommen  Antonia Schui
82 Idee !n aufruf! Helga Egetenmeier
97 Das Wriezener Freiraumlabor – ein Park am Rande der Schienen Frauke Hehl
98 Ohne Ticket Frauke Hehl
101 Arbeiten bei workstation Adelheit von Vogelsang
106 Anderes Arbeiten
108 Commons
110 Neue Strategien, Kampagnen und Arbeitsbegriffe Frauke Hehl
118 Open Source, freie software & open everything
119 Neue Arbeit
120 Kunst-Stoffe Corinna Vosse
133 Handlungen! Frauke Hehl & Antonia Schui
134 Förderung durch eine Bürgerstiftung in einer großen Stadt
136 Mensch und Arbeit
138 Geld verdienen
140 Film ›Neue Arbeit im Blick‹
142 Neue Rollschuhe
144 Einmal zur ›Beratung‹ im örtlichen Jobcenter
145 Good Practise
146 Y59 – der Clip
148 1-€-jobs
150 Warum dieser Ort, warum die Serie urbaner Grünobjekte ya!

157 Als Mensch machen was du willst Friederike Habermann
168 Queer-feministische Medienkunstinitiative Antonia Schui
174 Selbermachen statt konsumieren Andrea Baier
184 Über die workstation Andrea Baier
188 Kultur der Kooperation Elisabeth Voß
198 Die workstation in den Landschaften von Selbstverwaltung und Kooperation Elisabeth Voß
200 Präka Prakti Pustekuchen – mit workstation auf Ideensuche Leonie Baumann
205 Alternative Ökonomie und Feminismus Gisela Notz
211 Der Rothener Hof e.V. in Mecklenburg – einfach anfangen Takwe Kaenders
214 Exkursion monte verità bankleer
225 a-class bankleer / workstation
230 Zombie I & Kreidezeichnungen bankleer GLÜCK
236 Beitragende
239 Keine Zeit Frauke Hehl

16,00 €
Preise inkl. MwSt., Versand
AGSPAK-BUECHER

http://www.workstation-berlin.org/
 

Trashformers - Book

Mehr Selbermachen


(c) istockphoto.com

Ob wir uns im Supermarkt selbst bedienen, ob wir online unseren Kontostand oder unsere Freunde verwalten und ihnen gute Produkte empfehlen: Wir sind inzwischen zu Prosumenten geworden. Die neue Ausgabe "Selbermachen" des factory-Magazins untersucht die Bedingungen der DIY-Gesellschaft.

u.a. mit Beiträgen von Andrea Baier, Gerhard Scherhorn, Birger Priddat et. al.

Nutzen, was da ist

Kunst-Stoffe-Berlin

"Nutzen, was da ist - Kunst-Stoffe - Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien", Corinna Vosse, in: Kulturelle Bildung - Reflexionen. Argumente. Impulse - Für Nachhaltige Entwicklung, Ausgabe-Nr. 09/2012, S. 31 (Kapitel: Kennen lernen)

Recycled Creativity - Photobook 2011

Recycled Creativity - Photobook 2011

Redycled creativity

Die digitale Version des tollen, handgemachten Fotobuchs zum Recycled Creativity-Festival 2011

Eine Wirtschaft der Vielen

Werkstätten für eine Wirtschaft der Bürger: Während weltweit die Proteste hochwallen, ist es in Deutschland ruhig geblieben. Doch es gibt auch hier genügend Menschen, die sich machtlos fühlen und dennoch etwas tun. Nur taten sie es bisher unbemerkt. Im Stillen. In lokalen Gemeinschaften und überschaubaren Netzwerken. Und doch bauen sie an einer anderen Wirtschaft. Ein Blick auf eine aufkeimende Wirtschaft der Bürger.
Essay von Peter Plöger