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Dieses Wiki soll dem nützlichen Erfahrungsaustausch zwischen Offenen Werkstätten dienen. Speziell in den ersten Jahren treten immer wieder die gleichen/ähnliche Fragen auf. Diese sollen an dieser Stelle beantwortet werden.

Definition Offene Werkstatt / Makerspace / FabLab

(definitionen)

Was wollen wir für einen Raum schaffen?

Jeder hat andere Vorstellungen davon, warum und wie ein Makerspace/eine offene Werkstatt auszugestalten ist:

  • Austausch von Wissen
  • Miteinander Projekte umsetzen
  • Erlernen neuer Fähigkeiten
  • Teilen von eigenem Equipment
  • Mitbenutzen fremden Equipments
  • gesellschaftlichen Wandel aktiv mitgestalten
  • lebenswertes Umfeld in städtischen und ländlichen Gebieten schaffen
  • ...

Werkstätten - Die Möglichkeiten

  • Holzwerkstatt
  • Metallwerkstatt
  • Elektroniklabor
  • 3D-Druck-Bereich
  • Modellbau und Modellflug (Autos, Quadcopter, Schiffe ...)
  • Fotostudio
  • Dunkelkammer und analoge Fotoentwicklung
  • Keramikwerkstatt
  • Handarbeit
  • ...
  • Repaircafé / Reparaturklinik


Man kann fast jeden Bereich mit Minimalausstattung beginnen und dann kontinuierlich weiter ausbauen. Als Anregung, was für den Start benötigt wird hier eine Kurzübersicht der einzelnen Bereiche mitsamt Kosten/Ausstattungsauflistung

START: Holzwerkstatt

NOTWENDIG:

  • 3-4 Arbeitstische, z.B. Selbstbau-MFTs (60 EUR / Stück) oä.: 240 EUR
  • Kappsäge für Zuschnitte von Leisten uä. (einfache Qualität 200 EUR, meist bereits vorhanden)
  • Exzenterschleifer für die Oberflächenbehandlung (100 EUR)
  • Werkstattsauger, idealerweise Staubfilterklasse M (250 EUR gebraucht bis 750 EUR neu)
  • ggf. einfache oder bessere Tischkreissäge (200-500 EUR)
  • Flachdübelfräse (100 EUR gebrauchtes Markengerät Bosch oä.)
  • Tellerschleifer (150 EUR)

SCHÖN:

  • für den Einstieg in die Massivholzbearbeitung:
    • Abricht- und Dickenhobel (Hammer A3-26: 2000 EUR)
    • Bandsäge (gebrauchte HEMA BBS/315, neue Hammer N4400 oä; 1000-1600 EUR)
  • ein zweiter oder dritter Werkstattsauger für Handgeräte
  • hochwertiger Exzenterschleifer (z.B. Metabo SX450 (250 EUR), Mirka Ceros 400 EUR)
  • hochwertige kompakte Tischkreissäge (500-1000 EUR, Mafell Erika o. eine alte ULMIA 1610/1710.)
  • Flachdübelfräse von Lamello (500 EUR) oder die Dominofräse von Festool (800 EUR) für die Verbindung von Platten/Leisten.

LUXUS:

  • Formatkreissäge (4000-6000 EUR)
  • Plattenaufteilsäge (ca. 6000 EUR)
  • große CNC-Fräse (6000 EUR)

START: Metallwerkstatt

NOTWENDIG:

  • solide Werkbank (gratis, wenn aus Resten zusammengefunden, sonst ca. 100 EUR)
  • massiver Schraubstock (ca. 100 EUR)
  • Flex / Trennschleifer (ca. 50-100 EUR)
  • kleine Bohrmaschine + Bohrer (ca 50-100 EUR gebraucht)
  • kleiner Kompressor (ca. 50 EUR gebraucht)
  • diverses Handwerkzeug, Schraubenschlüssel, Bügelsäge mit Metallsägeblatt (normalerweise vorhanden)

SCHÖN:

  • kleines Elektrodenschweißgerät (100 EUR)
  • Plasmaschneider (100 EUR)
  • große Ständerbohrmaschine, Drehstrom (ca. 650 EUR neu oder gebraucht)

LUXUS:

  • Metallbandsäge (600 EUR)
  • großes MIG/MAG-Schweißgerät (1500-2000 EUR)
  • Sandstrahlkabine (z.B. Selbstbau)
  • großer Kompressor mit hohem Luftdurchsatz für's Sandstrahlen (500-1000 EUR neu)

START: 3D-Druck

Natürlich ein 3D-Drucker:

  • RepRap Huxley (500 EUR)
  • Ultimaker 2 (2300 EUR) (sehr gut, aber teuer)
  • diverse neue, billigere Alternativen

START: Elektronik

NOTWENDIG:

  • Lötkolben (ca. 20 EUR)
  • einfache Lötabsaugung (ca. 20 EUR)
  • einfaches Multimeter (ca. 20 EUR)
  • Röhren-Oszilloskop (ca. 50 EUR gebraucht)
  • diverse Zangen, Abisolierer, Schraubendreher in allen Größen und Standards (150 EUR)
  • Vorrat an Litze, Lötzinn, Kabelresten (normalerweise bereits vorhanden)
  • Labor-Netzteil (90 EUR)

SCHÖN:

  • Löt/Entlötstation (z.B. ELV, ca. 250 EUR)
  • Funktionsgenerator (50 EUR gebraucht)

LUXUS:

  • digitales Speicheroszilloskop (1200 EUR), perfekt für die Fehlersuche in heutiger Elektronik

START: Repaircafé / Reparaturklinik

Ähnlich wie bei beim Elektronikbereich.

Rechtliches: Formular zum Haftungsausschluss unterschreiben lassen.

Rechtliche Ausgestaltung

  • Verein (Satzung + Beitragsordnung)
    • Vorteil: Gemeinnützigkeit = steuerliche Absetzbarkeit, Einwerben von Spenden deutlich erleichtert
    • Nachteil: kommerzielles Arbeiten nur eingeschränkt möglich
  • UG
  • GmbH oder gGmbH

AGB

Versicherungen

  • Haftpflicht
  • Inventarversicherung gegen Einbruchdiebstahl, Feuer und Co.
  • Rahmenvertrag Unfallversicherung
  • ...

Haftung

Miteinander

Der harte Kern

Engagement vs. Burnout

Entscheidungsprozesse

Aufnahme von Neumitgliedern

Einführung neuer Mitglieder

  • Willkommenszettel mit den wichtigsten Informationen
  • Infomaterial: Sicherheit in den Werkstätten

Sicherheit in den Werkstätten

  • persönliche Einzeleinweisungen oder in Grundkursen
  • Nachschlagen: siehe zu erarbeitende Kurzhandbücher

Ordnung und Sauberkeit

"Ordnung funktioniert nur, wenn jeder etwas mehr wegräumt, als er hinwirft."

Aufbewahrung von Mitgliederprojekten

Zugang zu den Räumlichkeiten

Aufsichtspersonal

Aufgrund von Haftungs- und Sicherheitsfragen darf nicht jeder unbeaufsichtigt in den Makerspace hinein. Daher ist normalerweise die Organisation eines Schlüsseldienstes vonnöten.

Verantwortungsvolle Mitglieder erhalten einen Schlüssel und bekommen im Tausch für den Schlüsseldienst auch außerhalb der Öffnungszeiten Zugang zur Werkstatt, um z.B. Gemeinschaftsprojekte zu realisieren, Aufzuräumen oder Maschinen warten zu können.

Die Verwaltung kann z.B. über ein Dudle und eine monatliche Erinnerungs-Email erfolgen, die alle Schlüsselinhaber auffordert sich einzutragen.

Öffnungszeiten

Abhängig von den Möglichkeiten der Mitglieder/Kerngruppe sind unterschiedliche Öffnungszeiten des Spaces möglich.

  • drei Mal in der Woche, z.B. Mo 18-22 Uhr, Mi 18-22 Uhr, Sa 10-20 Uhr,
  • oder mit wachsender Gruppe sogar 5 oder 6 Tage die Woche.

Onlinezusammenarbeit

Es gibt viele Möglichkeiten, um die anstehenden Aufgaben zu koordinieren und sich abzustimmen. Bewährt haben sich dabei neben Email auch

  • Jabber-Chat: etabliertes Protokoll & Clients für alle Systeme, verschlüsselt, Multi-User-Chat möglich
  • EtherPad: gemeinsames Arbeiten live an Texten/Emailantworten und Entwürfen
  • MediaWiki: mittel- bis langfristiges Archivieren von Protokollen, Wissen, Projektideen, ...
  • Mumble: Audiochat.
  • ...

Vereins-Organisation

Es gibt in jedem Makerspace verschiedene Arbeitsbereiche, die anfallen. Hier eine erste Übersicht, wie eine Gliederung/Unterteilung möglich ist:


Arbeitsbereich Aufgaben
Finanzen & Mitglieder
  • Buchunghaltung und Finanzamt
  • Spendenrichtlinien und Spendenquittungen
  • Versicherungen, Rundfunkbeitrag, Internetanschluss, Müllgebühren
  • Verwaltung neuer, alter und ausgetretener Mitglieder
Inventar & Handbücher
  • Verwaltung des Inventars
  • Fehlliste: was fehlt noch an Ausstattung
  • Aktualisieren der Kurzanweisungen
  • Nachkauf von Verbrauchsmaterial
  • Veräußerung von Überbeständen und nicht mehr benötigtem Material
  • lost&found: "Verlorene" Werkzeuge und andere Dinge.
  • Bibliothek (Bücher, CDs, etc.pp)
Genussmittel und Unterhaltung
  • Beschaffung von Getränken, Essen und Süßigkeiten.
  • Betrieb der Kochecke
  • Verwaltung der Preisliste
  • Organisation von Spiele- und Filmabenden
Kurse und Veranstaltungen
Schlüsseldienst und Ordnung
Dokumentation & Public Relations
Server & Online-Shop
  • Verwaltung des Webserver und sonstiger Dienste
Vereinsorganisation
  • Vorstand und Orga-Team
  • allgemeine Vorstandsarbeit
  • Abhalten regelmäßiger Orgatreffen
  • Förderung der Mitgliederkommunikation
  • Koordination der Mitgliederpartizipation sowie der Arbeitsgruppen (Holz, Elektronik, Foto etc.)
BufDi (Bundesfreiwilliger)

Finanzierung

Die meisten Makerspaces müssen sich aus den Mitgliedsbeiträgen finanzieren und die Miete für die Räume selber tragen.

Miete und Nebenkosten

Sofern man Räume kostenlos, von der Stadt oder einem Sponsor, gestellt bekommt, muss man die Miete mitsamt Nebenkosten selber aufbringen. Diese machen dann schnell den größten Posten der monatlichen Ausgaben aus.

In Halle (Saale) ist es möglich Räume für rund 2.50-3.00 EUR / m² Kaltmiete zu bekommen. In Leipzig liegt man schon eher bei 3-3.50 EUR, anderswo noch deutlich drüber.

Für die Nebenkosten wie Heizung und Wasser kann man je nach Bausubstanz und gewünschter Temperatur (in der Holzwerkstatt reichen idR 15-18°C, für Elektronik möchte man es wärmer haben) mit etwa 2.50 EUR / m² rechnen.

Somit richten sich die räumlichen Möglichkeiten direkt nach der Finanzierbarkeit.

Rechenbeispiele

BEISPIEL:

10 Mitstreiter mit je 30 EUR monatlichem Beitrag ergeben bei 8 EUR Warmmiete
anfangs einen möglichen Raum von 37m² (10*30 EUR = 300 EUR / 8 EUR = 37 m².
BEISPIEL Eigenbaukombinat:

 Im Januar 2013 eröffnet mit 130m² * 5 EUR Warmmiete = 650 EUR / mtl.
 Umgerechnet auf Mitglieder (24 EUR regulärer Beitrag, 18 EUR ermäßigt = 21 EUR 
 durchschnittlich) ergeben sich daraus 31 Mitglieder, um die Kosten zu decken.

 Da wir mit 13 Mitgliedern gestartet sind, haben wir die Differenz aus Rücklagen 
 und erhöhten freiwilligen Beiträgen bestritten. Zwei Mitglieder haben beispielsweise 
 je 100 EUR monatlich beigesteuert, sodass Ausgaben von 650 EUR dann Einnahmen in Höhe 
 von rund 450 EUR gegenüberstanden. Dadurch war für die ersten 6 Monate der Betrieb
 gesichert.

 Anmerkung: Wir haben jedesmal bei Erweiterung der Fläche die ersten Monate mit
 einem Defizit begonnen, welches sich durch weiteren Mitgliedergewinn dann schnell 
 ausglich.

Lage

Die Lage der Räumlichkeiten ist auch von Bedeutung, gerade wenn viele potentielle Interessenten mit dem Fahrrad kommen oder ohne Auto. Ideal ist natürlich eine zentrale Lage und gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel.


Stromkosten

Für rund 100m² sollte man mit mindestens 2500kWh / Jahr rechnen, das sind etwa 60 EUR im Monat.

Je nachdem wie lang die Öffnungszeiten sind, und ob man elektrisch heizt/zuheizen muss kann der Wert auch deutlich darüber liegen.

Internet

Mittlerweile absolut lebensnotwendig! Aktuell liegt man für DSL16 bei rund 22 EUR im Monat (easybell). Je nach lokalem Angebot kann man ggf. auch 100Mbit für 30 EUR bekommen, oder auch nur langsamen Zugang.

Interessant ist auch die Vernetzung mit dem jeweils lokalen Freifunk.


Müllentsorgung

  • Restmüll 60L: ca. 60 EUR im Jahr
  • Papier 120L: ca. 60 EUR im Jahr Miete für die Tonne
  • Wertstoff 120L: kostenlos

Insgesamt 10-20 EUR im Monat.


Versicherungen

Notwendig:

  • Einbruchdiebstahl
  • Inventarversicherung
  • Haftpflichversicherung
  • (optionale Unfall-Versicherung der Mitglieder über einen Rahmenvertrag möglich)

Je nach Höhe der abzudeckenden Beträge zusammen etwa 50-100 EUR / Monat.


Verbrauchsmaterial

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten das anfallende Verbrauchsmaterial (Lötzinn, Schleifpapier, Sägeblätter oä.) abzurechnen:

  • pauschal über einen entsprechend erhöhten Mitgliedsbeitrag
  • individuell je nach Verbrauch

Die erste Variante ist einfacher zu handhaben, führt aber bei stark unterschiedlichem Kostenbedarf verschiedener Werkstätten zu Konfliktpotential. Zum Beispiel fallen in der Holzwerkstatt deutlich höhere Kosten an, als beim Nähen von Stoff.

Die zweite Variante ist dahingehend fairer und eliminiert einen Verbrauchsanteil aus dem Mitgliedsbeitrag und ermöglich so möglichst vielen Menschen die Teilnahme.

Nachteil hier ist die Abrechnung. Eine einfache Lösung ist das Aufstellen von Verbrauchskassen und das Aushängen von Verbrauchslisten.

Dort kann man am Ende des Arbeitstages einsehen, dass z.B. für 5 verbrauchte Schleifscheiben 3 EUR und für 25 Schnitte an der Säge 1 EUR in die Verbrauchskasse zu werfen sind.

Dieses System auf Vertrauensbasis ist einfach und funktioniert zuverlässig, wenn man alle Hinzugekommenen anfangs deutlich darauf hinweist und auch die alten Hasen gelegentlich daran erinnert.


Berechnung des Verbrauches / Maschinenwartung

Viele Maschinen werden anfangs von Mitgliedern mitgebracht und den anderen zur sorgfältigen Mitbenutzung überlassen. Daher ist es im Sinne der Makerspaces sich auch um die Wartung/eventuelle Reparaturen zu kümmern.

(Mutwillige/fahrlässige Beschädigungen fallen unter die Haftpflicht und werden getrennt behandelt.)

Über die Abrechnung mit freiwilligen Verbrauchskassen können auch die normalen Wartungs- und Reparaturkosten sicher abgedeckt werden. Dazu muss man sich leider etwas in die Betriebswirtschaft und Mathematik stürzen.

BEISPIEL: Bohrmaschine und Bohrer.

Gegeben:  Ein Holzspiralbohrer 6mm kostet 2 EUR im Einkauf.
          Damit können etwa 200 Löcher gebohrt werden.
          Die benutzte Bohrmaschine kostet 200 EUR
          und hält für mindestens 10000 Löcher.

Kosten:   Der Bohrer kostet damit 2 EUR / 200 = 0.01 EUR / Loch.
          Die Benutzung der Bohrmaschine kostet 200/10000 = 0.02 EUR / Loch.

          Anschließend muss man die Bohrmaschine absaugen,
          wir nehmen für den Sauger samt Beutel also nochmal 0.02 EUR an.

          So ergeben sich quasi von selbst 0.05 EUR / Loch.

          TIPP: Damit die Zahlen einfacher handzuhaben sind, bietet es sich an
          z.B. zu schreiben "Löcher bohren: 1 EUR / 20 Stück."

Essen und Getränke

Die zweite Einnahmequelle neben den Mitgliedsbeiträge stellt oft das Vorhalten von Essen und Getränken.

Je nach Möglichkeiten kann man anfangs mit

  • Getränken: z.B. Cola+Mate
  • einem Wasserkocher und Suppenterrinen
  • sowie Süßigkeiten

starten und hat für die gröbsten Grundbedürfnisse dann erstmal vorgesorgt.

Je nach Möglichkeiten kann man das Angebot dann mittels Tiefkühler (ca 50 EUR gebraucht), Herd+Ofen (ca 50 EUR gebraucht) und Getränkekühlschrank (ca 200 EUR gebraucht) auch noch in Richtung Tiefkühlpizza, Nudeln und kalter Getränke ausbauen.

BEISPIEL: Einkauf und Verkaufspreise

* Clubmate / VitaCola : im Angebot 0.66 EUR, Verkauf 1 EUR
* Schokolade 100g, RitterSport oä: im Angebot 0.69 EUR, Verkauf 1 EUR
* Kartoffelchips: Einkauf 1 EUR --> Verkauf 1.50 EUR
* Tiefkühlpizza: Einkauf 1.25 EUR, Verkauf  3 EUR, da hier neben
  dem reinen Materialpreis noch spürbar Kosten für Tiefkühler,
  Betrieb des Ofens, Abwaschen und anteilig für Müll anfallen.
BEISPIEL:

20 Mitglieder konsumieren durchschnittlich für je 15 EUR im Monat.  
Bei obigen Einkaufskonditionen bleiben davon rund ein Drittel,
also 5*20 = 100 EUR im Monat als zusätzliche Einnahmen.

Veranstaltungen: Workshops, Kurse, Treffen, ...

Um präsent und sichtbar zu sein, bietet es sich an verschiedenste Veranstaltungen anzubieten bzw. daran teilzunehmen. Hier eine kurze Übersicht über die Möglichkeiten.

Kurse und Workshops

Das Anbieten von Kursen und Workshops ist essentiell:

  • einerseits zur Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten
  • andererseits um nach außen sichtbar zu sein und externe Interessenten zu gewinnen

Kurse umfassen das gesamte abgedeckte Themengebiet eines Hacker-/Makerspaces/Fablabs. Beliebte Kurse sind:

  • Grundkurs Holzwerken
  • Workshop 3D-Drucken
  • Workshop Lasercutter
  • Workshop Siebdruck
  • ...

Es hat sich bewährt Mitgliedern einen Rabatt auf die Kursgebühren einzuräumen.

BEISPIEL Eigenbaukombinat: 

Grundkurs Holzwerken über 8 Stunden: 35 EUR regulär, 25 EUR für Mitglieder
Workshop 3D-Drucken über 4 Stunden: 18 EUR regulär, 12 EUR für Mitglieder

Treffen + Gemeinschaftsabende

Regelmäßig stattfindende Treffen, wie ein offener und kostenloser monatlicher 3D-Druck-Stammtisch oder ein zweiwöchentliches Handarbeitstreffen, holt Menschen aus dem Umfeld eines Makerspaces ab und bringt sie zum Austausch zusammen.

Als Gemeinschaftsabende, die die Menschen über das reine "miteinandern werkeln" hinaus verbindet kann man Filmabende oder auch Selber-Kochabende veranstalten.

Auch dafür bieten sich feste Tage an, wie z.B. "jeden dritten Freitag im Monat".

Tag der offenen Tür

Um regelmäßig sichtbar zu sein ist es empfehlenswert 1-2 mal im Jahr durch einen großen "Tag der offenen Tür" über Presse und Co. Menschen zur Besichtigung des Makerspaces einzuladen.

Durch die vergleichsweise große Reichweite erhöht sich die Bekanntheit und der Mundpropaganda-Effekt.

Teilnahme an Straßenfesten

Auf regelmäßigen Straßenfesten oder dem Weihnachtsmarkt kann man auch seine Präsenz zeigen und Menschen auf die Existenz des eigenen Angebotes aufmerksam machen.

Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht da von einfachen Infoständen über "Buttons machen" bis hin zu "Baue einen Berliner Hocker!".

Sponsoring / Spenden / Tag der offenen Tür

Anschaffung von neuen Maschinen

Zusammenarbeit mit Stadt/ Behörden und anderen Vereinen

Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Offene Abende/ Tag der offenen Tür