How to: Gebrauchtmaterialzentrum

Anfang 2018 hatten wir über die Kooperation zwischen Kunststoffe, der Zentralstelle für wiederverwertbare Materialien, und der Materialvermittlung in Dresden berichtet. Zündstoffe heißen die Dresdner inzwischen, und anderthalb Jahre später liegt als Ergebnis der Zusammenarbeit nun eine Handreichung (Download) vor, die Aktivist*innen und Kommunen dabei unterstützen möchte, ein eigenes Gebrauchtmaterialzentrum auf den Weg zu bringen.

Seit 2006 vermittelt Kunststoffe in Berlin aus der Nutzung gefallene Ressourcen. Industrieüberschüsse, Restmaterialien nach Veranstaltungen oder Übriges aus einem Umbau - immer wieder fallen große Mengen an Materialien an, die zwar gebraucht, aber immer noch wertvoll sind. Der Verein zeigt nun schon seit dreizehn Jahren, wie man diese Ressourcen vor der Müllkippe retten kann. Auf diesem langjährigen Engagement fußt die Broschüre, außerdem flossen die Erfahrungen aus der Begleitung des Aufbaus der Dresdner Zündstoffe mit ein.

Nach Klärung des zunächst etwas sperrigen Begriffs "Gebrauchtmaterialzentrum" erfährt man, was bei der Gründung zu beachten ist, und welche strukturellen Anforderungen eine Materialvermittlung räumlich, logistisch und organisatorisch mit sich bringt. Nach welchen Materialgruppen sollte man unterscheiden? Wer ist die Zielgruppe des Ressourcenangebots und wie spricht man sie an? Mit vielen Tipps zur Suche nach Partnern und Abnehmer*innen, der geeigneten Rechtsform und der Gestaltung von Bildungsangeboten umreißt die Broschüre die wichtigsten Schritte zu Aufbau und Betrieb eines eigenen Zentrums. Nicht nur für Kommunen ein Thema, sondern auch spannend für alle Werkstätten, die sich mit Upcycling und Umweltbildung beschäftigen oder ein Ressourcenlager anlegen wollen. Hilfreiche Infos über andere Initiativen in Europa und weltweit legen die Basis für eine weitere eigene Recherche.

Hier geht’s zum Download.