DIY-Siebdruck-Gerät

Siebdruck ist ein Druckverfahren, das neben Tief- (z.B. Radierung), Hoch- (z.B. Buchdruck) und Flachdruck (z.B. Offsetdruck) besteht. Trotz Digitaltechnik erfreut sich Siebdruck (gerade in Sachen Textilveredelung und Kunstdrucke) wachsender Beliebtheit. Die Technik lässt sich (für den Hausgebrauch) leicht erlernen und die meisten Gerätschaften kann man selber bauen. Diese Einführung soll dazu einen Beitrag leisten..

Materialliste (PDF)

Bohrlochschablonen auf Din/A 4 Papier ausdrucken (ohne Skalierung/Anpassung)

Bohrlochschablone 1 (PDF)
Bohrlochschablone 2 (PDF)

 

SDW-Neukoelln - mobiles Druckgerät

Das Basic-Druckgerät ist bewusst einfach gehalten und auf die wesentlichen Funktionen reduziert. Es kann aus recycelten Hölzern hergestellt werden. Massivholz, Tischlerplatte oder MDF (mitteldichte Faserplatte) sind gut geeignet, Spanplatten eher weniger. Neu bekommt man die Materialien in jedem Baumarkt. All inkl. kostet die Basic-Version max. 30.-Euro (+ Rakel). Zwei Rakel (Gummiwischer) in verschiedenen Größen (22cm und 12cm) pro Druckgerät sind empfehlenswert. (Marke Eigenbau; Griff aus Recycelholz  bei der offenen Siebdruckwerkstatt SDW-Neukölln für 1.-Euro/cm)

DIY-Druckgerät-Bau ... eine Anleitung in 15 Minuten

Das gängigste Verfahren bei der Herstellung von Druckvorstufen ist die Belichtung von Sieben. Hierbei wird das Motiv via fotografischem Verfahren  (Sieb mit Kopierschicht beziehen, mit UV-Licht belichten, auswaschen, trockenen) auf das Sieb gebracht. Das Motiv bleibt dauerhaft im Gewebe und eine hohe Auflage lässt sich drucken. Dieses Verfahren ist aber aufwändig und kostenintensiv. Außerdem kann das Sieb nur für den Druck des belichteten Motivs verwendet werden. Möchte man ein neues Motiv drucken, muss die Kopierschicht mithilfe einer chemischen Lösung (Entschichter) entfernt werden und der vielschrittige Vorgang beginnt von neuem.

SDW-Neukoelln - mobiles Druckgerät

Vorteile des Siebdruck mit Schnittschablonen:
Beim Siebdruck mit Schnittschablonen hingegen wird direkt mit der von Hand (Schere, Cutter, reißen,...) gefertigten Papierschablone gedruckt. Handelsübliches Schreibpapier (80gr) ist gut geeignet, darauf lässt sich gut auch mit Bleistift zeichnen. Vor dem Ausschneiden wird das Papier eingeölt, um es wasserfest zu machen (normales Haushalts-Öl). Auch einen Ausdruck könnte man als Ausschneide-Vorlage nehmen. Der kaum zu schlagende Vorteil dieser Schablonen-Methode ist, dass man die Vorlage nach dem Drucken einfach vom unbeschichteten Sieb abziehen kann, das Sieb reinigt und schon das nächste Motiv, oder die nächste Farbe für ein mehrfarbiges Motiv drucken kann. Ein und das selbe Sieb lässt sich also in vergleichsweise schneller Folge und kostengünstig für verschiedene Motive nutzen. Und eine Papierschablone herzustellen ist nicht schwer ;-)

Ausprobierte 20 Drucke sind mit einer Papier-Vorlage möglich, die Literatur spricht von 10 - 50 Drucken. Danach ist die Vorlage unbrauchbar (es sei denn, das Bild wird aus Folie ausgeschnitten). Mehrfarbige Drucke sind leicht herzustellen, können allerdings auf Textilien jeweils nur einmal gedruckt werden. Umso besser: alles Unikate! Auch sehr komplexe Motive lassen sich mit diesem Verfahren verwirklichen. Alles, was man sich traut auszuschneiden, lässt sich auch drucken.


Druckgerät - SDW-NEUKÖLLN

Mit dem Basic-Gerät  können Papier, Pappe (z.B. Kalender, Geschenkpapier, Postkarten,...) und Schlauchtextilien (z.B. T-Shirts, Taschen) und vieles andere mehr bedruckt werden:  
- es ist nahezu überall anwendbar
- keine große Werkstatteinrichtung ist nötig
- mehrere Motive können kurz hintereinander mit dem gleichen Sieb gedruckt werden.
- es ist ungefährlich und leicht zu bedienen

Das Druckgerät, ein Eimer Wasser, 2-3 Schwämme und Lappen, ein paar Töpfchen Farbe, Rakel und los gehts ! Das fertig ausgeschnittene Motiv wird unter dem Sieb und auf dem Druckträger in Position gebracht. Auf frei schwebende, bzw. lose Teile gut achtgeben, denn die trägt der Wind gerne mal weg. Das Motiv muss kleiner sein, als die Siebfläche (nicht größer als A4) ! Das Sieb wird auf der Oberseite an den Rändern mit Tesafilm (braun, breit) so rundherum angeklebt, daß jeweils ca. 2,5 cm des Gewebes und auch der Holzrahmen mit Klebeband abgedeckt sind. Dadurch wird verhindert, dass Farbe an den Rändern auf den Druckträger gelangen kann.

Bedruckt werden kann alles Mögliche. Vom Einstecktuch bis zum Hauszelt, Kalender, Flyer, Einladungen,  ... stoß die Türen zur Kreativität weit auf: in Schulen, Kitas, Jugendfreizeit, Seniorenheim. Mit Kids in der Nachbarschaft, bei Straßen- und Hoffesten, Partys, einfach so privat ...

Bei Interesse bitte eine Email an unten angegebene Email-Adresse.

Materialliste (PDF)

Bohrlochschablonen auf Din/A 4 Papier ausdrucken (ohne Skalierung/Anpassung)

Bohrlochschablone 1 (PDF)
Bohrlochschablone 2 (PDF)

Kontakt:
offene Siebdruckwerkstatt
SDW-NEUKÖLLN
Pflügerstr. 11
12047 Berlin-Neukölln
www.sdw-neukoelln.de

Mathias Schmidt
mathias@sdw-neukoelln.de
mob: 0177 - 47 23 311

http://stencilscreenprint.wordpress.com