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Besuch aus Izmir im FabLab Paderborn

In Izmir soll das erste offene FabLab der Türkei entstehen. Weil es im Land bislang keine entsprechenden Werkstätten außerhalb universitärer Einrichtungen gibt, besuchten Dezernenten der Stadt und eine Vertreterin der Berufsschule FabLabs in Spanien und Deutschland, um sich Praxistipps und Inspiration zu holen. Nach Barcelona war nun das FabLab Paderborn dran.

Die Stadtverwaltung will in der 4-Millionen-Metropole einen Raum einrichten, in dem Start Ups und Künstler*Innen an ihren Projekten arbeiten und Prototypen entwickeln können. In der Region sind bereits viele Technologiebetriebe angesiedelt, sie gilt als türkisches Silicon Valley. Diesen Prozess möchte die Kommune verstetigen und die Vernetzung bestehender Projekte erleichtern.

Die geplante Werkstatt richtet sich an Gründer* und Künstler*Innen. Subsistenzpraktiken und private Projekte bleiben – zumindest zunächst – außen vor.

Eigentlich hatte man in Izmir an ein reines FabLab gedacht, Alex Niewels und das Team des FabLab Paderborn warben aber dafür, auch herkömmliche Gewerke unterzubringen. Nach ihrer Erfahrung sind zur Entwicklung der meisten Prototypen auch gut ausgestattete Holz- und Metallwerkstätten nötig. Vor allem die Tatsache, dass es in Paderborn schon einige Ausgründungen gab, stieß auf großes Interesse. Alex führt dies neben der breiten Ausstattung auf den kostenfreien Zugang zurück, der einmal in der Woche Nichtmitgliedern die Nutzung ermöglicht.

Die Stadt Izmir hat sich eine innovationsfreundliche Kultur zum Ziel gesetzt. Spanien stieß kürzlich die Gründung von 50 FabLabs durch staatliche Fördermittel an. In Deutschland sind kommunale Fördermodelle, die sich an Offene Werkstätten richten, bislang dünn gesät. Alex sieht hier großen Nachholbedarf. Schön wäre es natürlich, wenn Instrumente entstünden, die nicht nur Innovationsentwicklung, sondern ganz allgemein Subsistenz und gemeinschaftliches Tun in offenen Einrichtungen fördern.

Vermutlich im Juni steht übrigens ein Besuch der Paderborner in Izmir an. Dann gibt es mehr darüber zu berichten, was nach dem ersten Austausch von Erfahrungen tatsächlich entstanden ist.